MAX MORITZ 934 Turbo

(English below)

Fahrgestellnummer 930 670 0167

Laguna Seca 2016, ich habe in den USA ein ganz spezielles Treffen. Eine Art Wiedersehen mit einer Schönheit die ich in den 1970er Jahren in meiner Heimatstadt Reutlingen einmal gesehen habe. 40 Jahre später treffe ich die Schöne wieder und sie hat sich kaum verändert….

Laguna Seca, Porsche Reunion #V im Jahr 2015, dass Treffen für Porsche Fans aus aller Welt. Und da steht das Auto, das schöne, der Max Moritz Jägermeister Porsche 934 Turbo aus dem Jahre 1976. Ein Traum von einem Rennwagen und der Traum jedes Porsche Liebhabers. 

Als kleiner Junge durfte ich an der Schaufensterscheibe das Autohaus Max Moritz in Reutlingen immer mal wieder am Wochenende schauen was für Autos da standen. Im Jahr 1976 stand dort der orange Jägermeister 934 Turbo. Meistens hatte der Rennwagen einen Lorbeerkranz oder einen Pokal auf dem Dach, doch oft war der Rennwagen nicht zu sehen. Denn meistens war das Team Max Moritz mit dem 934 Turbo auf einer Rennstrecke unterwegs. Im Jahr 1976 waren das ganze 16 Rennen, mit dabei bei allen Rennen der Rennfahrer Reinhard Stenzel. Erfolge blieben nicht aus und so mischte die Truppe aus Reutlingen die vielen Rennen ein um das andere mal gehörig auf. 

Der Porsche 934 Turbo, der weitestgehend vom Aufbau eines Serien-Porsche 930 abstammte gehörte zu den favorisierten Jägern in Gruppe 4. Das Team Max Moritz mit seinem Chefmechaniker Erhard Scherf und dem Teammanager Rudi Sauter, hatten schon viel Erfahrung im Umgang mit neuen Rennwagen von Porsche und so wurde auch dieser Rennwagen ein wenig optimiert um vorne mit zu fahren. Jägermeister war schon 1972 einer der Sponsoren des Max Moritz Teams und auch die Saison 1976 wurde von Jägermeister gesponsort. Durch die auffällige Lackierung gehörten die „Jägermeister-Porsche“ in den Rennen zu den beliebtesten Rennwagen und das ist bis heute so. 

Zwar wurden vom Werk aus schon zahlreiche Modifikationen an der Karosserie und am Turbomotor durchgeführt, aber im Grunde handelt es sich um einen Porsche 930 Turbo der auch so im Verkauf zu erwerben war. Teile aus dem Porsche 917, RSR Turbo und flossen in die Produktion der benötigten 25 Porsche 934 Turbo ein, am Ende wurde 32 gebaut, doch der Wagen hat immer noch elektrische Fensterheber, wie in der Serie und diese funktionieren sogar nach über 40 Jahren immer noch. 

Ein typischer Rennwagen von Porsche und der Anfang einer Serie von Turboaufgeladenen Porsche 911 im Kundenrennsport bis in die heutige Zeit. 

Max Moritz verkaufte den Wagen am Ende der Saison 1976 nach Italien wo er noch ein weiteres Jahr sehr erfolgreich in Rennen Eingesetzt wurde. Danach ging der Wagen in die USA und fuhr dort noch einige Rennen bis er schließlich zu seinem heutigen Besitzer gelangte der ihn wieder in seinen Originalzustand brachte. Nun steht er wieder so da wie er manchmal in Reutlingen im Schaufenster zu bewundern war. Ab und zu darf „0167“ wieder auf eine Rennstrecke ein wenig Luft für den Turbo einatmen. Für mich war es ein wiedersehen, der besonderen Art. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder. Gerne auch in Reutlingen….  

chassis number 930 670 0167

Laguna Seca 2016, I have a very special meeting in the USA. A kind of reunion with a beauty I once saw in my hometown Reutlingen in the 1970s. 40 years later I meet the beauty again and it seems she has not altered…

Laguna Seca, Porsche Reunion #V in 2015, that meeting for Porsche fans from all over the world. And there is the car, the beautiful, the Max Moritz Jägermeister Porsche 934 Turbo from 1976, a dream of a racing car and the dream of every Porsche lover. 

As a little boy I was allowed to look at the shop window of the VW and Porsche car dealer Max Moritz in Reutlingen every weekend to see what kind of cars were there. In 1976 the orange Jägermeister 934 Turbo was there. Mostly the racing car had a laurel wreath or a cup on the roof, but often the racing car was not to be seen. Because most of the time the team Max Moritz was on a race track with the 934 Turbo. In 1976, there were 16 races, with Reinhard Stenzel as the racing driver in all of them. Successes were not missing and so the team from Reutlingen mixed up the many races one by one. 

The Porsche 934 Turbo, which was largely derived from the bodywork of a production Porsche 930, was one of the favoured fighters in Group 4. Team Max Moritz with its chief mechanic Erhard Scherf and team manager Rudi Sauter, had already had a lot of experience in dealing with new Porsche racing cars and so this racing car was also optimised a little bit to be able to drive in front. Jägermeister was already one of the sponsors of the Max Moritz Team in 1972 and the 1976 season was also sponsored by Jägermeister. Due to the striking paint scheme, the “Jägermeister-Porsche” was one of the most popular racing cars in the races and this is still the case today. 

Although numerous modifications to the bodywork and the turbo engine have been carried out at the factory, this is basically a Porsche 930 Turbo which was also available for sale. Parts from the Porsche 917, RSR Turbo and went into the production of the required 25 Porsche 934 Turbo, in the end 32 were built, but the car still has electric windows, like in the series and these still work even after more than 40 years. 

A typical Porsche racing car and the beginning of a series of turbocharged Porsche 911 in customer racing to the present day. 

Max Moritz sold the car at the end of the 1976 season to Italy where it was used very successfully in races for another year. After that the car went to the USA and drove there some more races until it finally reached its current owner who restored it to its original condition. Now it stands there again as it was sometimes admired in the shop window in Reutlingen. Now and then “0167” is allowed to breathe a little air for the turbo on a race track. For me it was a reunion of a special kind. Hopefully we will see each other again soon. Gladly also in Reutlingen…